Der erste Abend, wo i meine Finger in die klassische blaue Nivea-Dosn taucht hab, hab i so an klanen Nostalgie-Blitz gspürt. Der Geruch hat mi sofort zurück ins Bad von meiner Oma gschmissn, wo des runde Metalldoserl neben ihren rosa Wicklern und der Cold Cream gstandn is. Nur diesmal hab i’s net übers ganze Gsicht gschmiert. I wollt’s nur auf die linke Seitn auftragen.
I hab mi im Spiegel angschaut, halb-fettig, halb-normal, und auf einmal is ma des a bissl deppert vorkumma. Was hab i mir von ana Wochn erwartet? A Wunder-Facelift auf ana Seitn und auf der andern a müde Bürohacklerin?
I hab schnell a „Vorher“-Selfie gmacht, unterm grauslichen Badlicht, und bin ins Bett gangen – mit ana Wangerlseitn, die gschimmert hat wia a Krapfen, und der andern, die ... irgendwie vernachlässigt ausgschaut hat. I hab ma gschworn: Wenn i Pickel krieg, hör i auf.
Sieben Nächte später: Da Spiegel hat echt net glogn.
Nivea blaue Creme, Ein-Seiten-Experiment: Was i wirklich gsehn hab
Bis zur dritten Nacht hat sich die linke Gsichtshälfte angfühlt, als würd’s zu wem ghörn, der besser schlaft als i. Die Haut war net komplett anders, aber da war a ganz leichte „Fülle“, a weicher Bounce, wenn i mit’m Finger in die Wange druckt hab. Die rechte Seitn – ohne Creme – hat ausgschaut wia immer: nach’m Reinigen a bissl gspannt, a bisserl fad von späten Abendessen und z’vü Bildschirmzeit.
Die richtige Überraschung is bei Tageslicht kemma. Beim Fenster hat die „Nivea-Seitn“ des Licht anders gfangt, fast so, als hätt i an ganz dezenten Filter drüberglegt. Net so a Glow, net des Influencer-Glass-Skin-Dings, aber a glattere Textur, die weniger an Schatten und feinen Linien „anhängt“.
War’s dramatisch? Na. War’s für mi sichtbar? Fix.
Damit’s halbwegs fair bleibt, hab i sonst nix verändert. Gleicher Cleanser, gleiche stressige Tag, gleich fragwürdiges Handy-Scrollen vorm Einschlafen. I hab nur jeden Abend a erbsen- bis mandelgroße Menge von der klassischen Nivea Creme auf die linke Gesichtshälfte draufgeben. Kein Serum drunter, ka Toner, nix, was sich irgendwo in der Routine versteckt.
Am fünften Tag hab i rund um die Lachfalte wirklich an Unterschied gsehn. Die Falten auf der Nivea-Seitn ham weicher ausgschaut – als hätt wer ganz leise a dünne, durchsichtige Decken drübergelegt. Auf der nackerten Seitn war die Linie schärfer, besonders in der Früh. Und i hab gmerkt: Mein Make-up hat auf der eingecremten Hälfte schöner ghalten – weniger fleckig, weniger trockene Stellen rund um die Nasn.
Wie i a Freundin (per Video-Call, sehr wissenschaftlich) gfragt hab, ob ihr was „komisch“ an meinem Gsicht auffällt, hat’s am Bildschirm gschielt und gmeint: „Links schaut irgendwie ... ausgeruhter aus?“ Des hat ma greicht, dass i bis Tag sieben durchzieh.
Die Logik is simpel: Die blaue Nivea-Creme is im Grund a oldschool okklusiver Feuchtigkeitsspender. Dick. Schwer. Sie macht a Barriere, die bremst, wie viel Wasser die Haut über Nacht von selber verliert. Mehr Wasser drin behalten heißt: Du wachst auf und die Haut fühlt sich a bissl „gpolstert“ an und weniger zerknittert.
Auf der unbehandelten Seitn hab i mei übliches Spannen nach’m Waschen gspürt, des fast quietschige Gefühl, des manche mit „sauber“ verwechseln. Auf der Nivea-Seitn war des net. Unter der schweren Textur is die Haut flexibel blieben. Net, weil die Creme a magischer Anti-Aging-Trank is – sondern weil’s a ganz basic Job macht, und den halt extrem verlässlich: Feuchtigkeit einschließen.
Wir reden so viel über exotische Wirkstoffe und 10-Step-Routinen, und dann zeigt dir so a simple Dosn reichhaltige Creme vorm eigenen Badezimmerspiegel a Grundwahrheit: Manchmal will die Haut einfach in Ruh gelassen werden und gscheit „abgefedert“ sein.
Wie i Nivea auftragen hab (und was i jetzt anders machen würd)
I hab schnell glernt: Wie ma die Creme auftragt, macht an Unterschied. Am ersten Abend hab i viel z’vü draufgschmiert und bin 20 Minuten da glegen und hab mi gfühlt wia a buttriges Kipferl. Ab der zweiten Nacht hab i’s anders gmacht: A klans Tupferl zwischen die Finger warm reibn, bis es fast durchsichtig wird, dann sanft in linke Wange, Kieferlinie und die halbe Stirn einpressen.
Des Einpressen hat gholfen: ka hartes Rubbeln, ka Ziehen. I hab mi auf die trockensten Stellen konzentriert – des Eckerl zwischen Nasn und Wange, rund um’n Mund und knapp über der Augenbraun. Die linke Seitn von der Nasn hab i komplett ausglassen, weil i dort eher zu Mitessern neig. Wenn die Creme gscheit „eingeschmolzen“ war, is der Glanz weniger worn – eher a tauiger Film als a fettige Schicht.
Es is a kleines Ritual worn: reinigen, abtupfen, a Minute warten, dann a Gsichtshälfte „panzern“ mit der dicken, altmodischen Creme – und die andere als Kontrolle nackt lassen.
Da Teil, der a bissl weh tun könnt: An den Abenden, wo i richtig müd oder faul war, hätt i’s fast auslassen. Hand aufs Herz: Ka Mensch zieht sowas jeden Tag mit perfekter Disziplin durch. Manche Abende hab i die Dosn angschaut und mir dacht: „Is des überhaupt wichtig?“ Trotzdem hat der Mini-Wissenschafter in mir weitergmacht, weil a ausgelassene Nacht mei klans Heimexperiment zamg’haut hätt.
Wennst sehr ölige oder akneanfällige Haut hast, kann Nivea blau fürs ganze Gsicht z’ schwer sein. Da bist vielleicht besser dran, wennst’s nur auf trockene Zonen gibst, oder für kalte Monate aufhebst, oder für Tage nach austrocknenden Behandlungen. Auf aktive Pickel würd i’s a net schmiern – des „erstickende“ Gefühl is net leiwand.
No was: I hab am sechsten Tag auf der Nivea-Seitn bei der Kieferlinie einen winzigen verstopften Porenpunkt kriegt. Ka großer Ausbruch, nur a Erinnerung: Die Creme is reichhaltig, und ma muss auf die eigene Haut hören statt blind ana Dosn zu vertrauen.
Am siebten Tag hab i mich hing’setzt und aufgschriebn, was i ana Freundin sagen würd, die des ausprobieren will: Sei neugierig, aber bleib realistisch. Die blaue Creme radiert ka tiefen Falten weg und liftet da ka Wangenknochen. Was’s kann – und bei mir a tan hat – is: a gleichmäßigere Oberfläche machen, weniger Dehydrierung, und a weiches „gut gschlofn“-Aussehen auf der Seitn, wo i’s verwendet hab.
„Nivea is ka Wunder-Anti-Aging, sondern a Komfortprodukt, des zeigt, wie durstig deine Haut eigentlich war“, hab i in meine Notizen gschriebn. „Wenn nach ana Wochn a Seitn klar besser ausschaut, is die Botschaft simpel: Dei Gsicht hat mehr Feuchtigkeit braucht, alsd du glaubst hast.“
Damit’s glasklar is, des is mir nach sieben Nächten am meisten aufgfalln:
- Die Nivea-Seitn war weicher – vor allem gleich in der Früh.
- Die Textur hat a Spur glatter ausgschaut, als hätt i klane rauhe Fleckerl „ausgebügelt“.
- Feine Dehydrierungs-Linien waren weniger auffällig, besonders rund um’n Mund.
- A winzige verstopfte Pore hat mi dran erinnert: Die Creme is reichhaltig und net für jeden Hauttyp.
- Die unbehandelte Seitn war mei „Warnsignal“, dass mei übliche Routine z’ leicht is.
Also: Is die blaue Dosn an Platz im Regal wert?
Nach dem klanen Ein-Seiten-Test seh i Nivea blaue Creme überhaupt net als Trendprodukt. Für mi is des eher so a sturer, altmodischer Freund, dem Hype wurscht is und der still seinen einen Job macht: über Nacht Wasser in der Haut behalten. Und wennst dein Gsicht wirklich in „mit“ und „ohne“ aufteilst, is der Unterschied schwerer zu ignorieren.
I hab die Wochn beendet mit am Gsicht, des sich – wortwörtlich – geteilt angfühlt hat. Auf der einen Seitn: Haut, die a bissl praller und ruhiger ausgschaut hat. Auf der andern: die bekannte Trockenheit, die i immer abgetan hab als „mei Haut is halt so“. Des Experiment is ka dramatische Vorher-Nachher-Montage worn, aber es hat a tiefere Frage angstoßen: Wie sehr verkomplizieren wir unsere Routinen, während ma simple Feuchtigkeit unterschätzen?
Und jetzt: Jedes Mal, wenn i die blaue Dosn im Gschäft seh, denk i net nur an meine Oma. I denk an die Wochn, wo mir a halbes Gsicht jeden Morgen leise g’sagt hat, dass basic Pflege immer no ändern kann, wie ma die eigene Haut sieht.
| Key point | Detail | Value for the reader |
|---|---|---|
| Sichtbare Weichheit und „Prallheit“ | Nach sieben Nächten hat sich die „Nivea-Seitn“ gpolstert angfühlt und a bissl glatter ausgschaut | Hilft, realistische Erwartungen zu setzen, was a leistbare Creme bringen kann |
| Reichhaltige Textur, net für alle | Auf der behandelten Seitn is a klane verstopfte Pore aufgetaucht – Zeichen, dass’s schwer sein kann | Lenkt ölige oder akneanfällige Leser:innen dazu, selektiv oder vorsichtig zu verwenden |
| Einfache Hydration gewinnt | Die unbehandelte Seitn hat sichtbar gmacht, wie viel Basis-Feuchtigkeit in meiner Routine gfehlt hat | Motiviert, die eigene Hautpflege jenseits von Trends und komplexen Routinen neu zu bewerten |
FAQ:
- Kann ma Nivea blaue Creme jeden Abend fürs ganze Gsicht verwenden? Ja, wenn deine Haut normal bis trocken is und net stark akneanfällig – wobei manche’s lieber nur auf trockene Zonen geben oder nur im Winter verwenden.
- Reduziert’s Falten oder wirkt’s wie a Anti-Aging-Creme? Tiefe Falten löscht’s net aus, aber indem’s Dehydrierung reduziert, kann’s feine Linien vorübergehend weicher wirken lassen.
- Is es für sensible Haut sicher? Viele mit empfindlicher Haut vertragn’s gut, aber mach zuerst an Patch-Test auf ana klanen Stelle und hör auf, wenn’s brennt oder wenn Rötungen auftreten.
- Kann’s Pickel oder verstopfte Poren machen? Weil die Textur reichhaltig und okklusiv is, kann’s bei manchen Hauttypen zu verstopften Poren beitragen – besonders bei öliger oder Mischhaut.
- Wie viel soll i auftragen, damit i mi net fettig fühl? Fang mit ana erbsengroßen Menge an, wärms zwischen die Finger, dann press es auf die Haut statt zu reiben – und gib nur mehr dazu, wenn die Haut’s schnell „wegtrinkt“.
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