Du streifst mit der Hand an der Wand hinterm Heizkörper entlang und spürst es sofort: Wärme … die einfach im Putz verschwindet. Draußen klopft die Kälte weiter ans Fenster, die Heizrechnung steigt, und trotzdem wird’s im Wohnzimmer nie so richtig gmiatlich. Du drehst den Thermostat ein Stückerl rauf, dann noch eins – halb mit schlechtem Gewissen, halb weil’s eh wurscht is. Der Heizkörper is glühend heiß, aber die Zehen bleiben stur kalt.
Dann kommt so ein Tipp daher – von der Nachbarin, vom Opa oder aus einem TikTok, das du fast weitergewischt hättest: „Gib Alufolie hinter die Heizkörper, wirst scho sehn.“ Klingt wie a Trick aus einem anderen Jahrhundert. A Rolle Alufolie, a Schere, zwei Streifen Klebeband.
Einfach, a bissl DIY, fast lächerlich.
Und trotzdem: Es funktioniert.
Warum Heizkörper Wärme verschwenden … und wie Alufolie das ändert
Stell di eine Minute neben einen Wandheizkörper und pass auf. Im G’sicht wird’s warm, die Hände tauen auf – aber die Wand dahinter? Die saugt still und leise a gutes Stück von der teuren Wärme auf. Hinter jedem Heizkörper spielt sich a kleines unsichtbares Drama ab: Wärme geht in die falsche Richtung.
Ein Teil wärmt eh die Raumluft. Aber ein anderer Teil strahlt direkt in die Wand – besonders, wenn du in einem älteren Haus mit dünnen oder schlecht gedämmten Außenwänden wohnst. Und die verlorene Wärme kommt nimmer zurück. Die kriecht Schritt für Schritt durch die Fassade nach draußen.
Du glaubst, du heizt dein Zimmer. In Wahrheit heizt a bissl auch die Straße mit.
Energieagenturen in Europa predigen das seit Jahren: Eine einfache reflektierende Fläche hinter Heizkörpern kann den Wärmeverlust durch Außenwände um 10–20 % senken. Kein futuristisches Gerät – nur Physik. In Großbritannien verteilen manche Gemeinden im Winter sogar Reflexionsfolien-Paneele als Teil von Energiespar-Sets.
Nimm a typische Wohnung mit zwei großen Heizkörpern an Außenwänden. Über eine ganze Heizsaison summiert sich dieser „kleine“ Verlust auf zig Euro – manchmal mehr – die einfach im Mauerwerk verschwinden. Ein Londoner Haushalt, der bei allen Außenwand-Heizkörpern Folie verwendet hat, hat bei gleicher Thermostat-Einstellung rund 1 °C höhere Raumtemperaturen gemessen.
Ein Grad schaut auf Papier nach wenig aus. Du spürst es in die Knochen.
Was passiert also genau, wenn du dieses glänzende Blatt hinterm Heizkörper befestigst? Wärme breitet sich auf drei Arten aus: Leitung (durch Materialien), Konvektion (durch bewegte Luft) und Strahlung (wie die Wärme vom Lagerfeuer). Ein Heizkörper gibt viel Strahlungswärme Richtung nächster Oberfläche ab. Ist das eine kalte Wand, schluckt die die Wärme gierig.
Alufolie is richtig gut darin, Strahlungswärme zu reflektieren. Die glänzende Seite wirft einen großen Teil der Infrarotstrahlung zurück in den Raum, statt dass sie in der Wand versickert. Die Wand leitet weiterhin etwas Wärme – aber der direkte „Wärmestrahl“ prallt jetzt in die richtige Richtung zurück. Du gibst dem Heizkörper keine zusätzliche Leistung – du verschwendest nur weniger von dem, was du eh schon zahlst.
Gleiche Energie. G’scheiterer Weg.
So bringst du Alufolie hinter Heizkörpern richtig an
Die Grundmethode is fast schon lächerlich einfach: Du schneidest ein Stück Alufolie a bissl größer als den Heizkörper zu und schiebst oder klebst es dahinter – glänzende Seite Richtung Heizkörper. Fertig: sofort a reflektierende Fläche.
Für a haltbarere Variante kleben viele die Folie auf ein dünnes Stück Karton oder eine feste Platte. Das macht’s leichter zum Handhaben und verhindert, dass die Folie zu schnell reißt oder zu stark knittrig wird. Du schiebst das Paneel von oben hinter den Heizkörper, lässt es am Sockelbrett aufliegen und richtest es so aus, dass möglichst viel Wandfläche abgedeckt ist.
Es muss ned millimetergenau passen. Du willst an Spiegel, kein Origami.
Was Profis allerdings durchgehend sagen: Den Heizkörper ned „ersticken“. Lass a bissl Platz für Luftzirkulation zwischen Heizkörper und Wand – mit oder ohne Folie. Wenn dein Heizkörper ganz eng an der Wand montiert is, stopf keine dicke Dämmung hinein, die die Luftbewegung blockiert. Du willst Wärme reflektieren, ned das System abwürgen.
Und ja: Alufolie kann knittern, rutschen oder a bissl nach „Studentenbude“ ausschauen, wenn man’s schnell schnell macht. Viele geben genau dann wieder auf, weil’s ned Instagram-tauglich is. Hand aufs Herz: Das macht eh keiner täglich. Wenn’s einmal g’scheit sitzt, vergisst du’s.
Deine Heizrechnung ned.
Manche Energie-Expert:innen nennen reflektierende Rückseiten hinter Heizkörpern „Low-Cost-Dämmung mit hohem psychologischem Effekt“. Man spürt richtig, wie Räume schneller warm werden – und dreht weniger leicht am Thermostat.
- Glänzende Seite zum Heizkörper
Das ist die Fläche, die Strahlungswärme am besten zurück in den Raum reflektiert. - Außenwände priorisieren
Heizkörper an Innenwänden verlieren weniger – fang bei denen an, die zur Straße oder in einen kalten Innenhof schauen. - Starre Trägerplatte verwenden
Karton, Hartschaumplatte oder ein dünnes Dämm-/Reflexionspaneel hält die Folie glatt und wirksamer. - Ventile oder Lüftungsöffnungen nicht verdecken
Die Folie darf nie Bedienelemente, Rohre oder sicherheitsrelevante Teile überdecken. - Mit kleinen Gewohnheiten kombinieren
Nachts Vorhänge zu, Zugluft abdichten, Heizkörper entlüften – das verstärkt den Effekt.
Warum Räume mit einer einfachen Rolle Alufolie schneller warm wirken
Sobald die Folie sitzt, ändert sich das Aufwärmen im Raum subtil. Vorher ist ein Teil der Heizenergie in die Wand verschwunden, die wie ein kalter Schwamm wirkt. Der Raum braucht länger, bis er angenehm warm wird, und der Heizkörper arbeitet weiter, um Wand und Luft „mitzuheizen“.
Mit einer reflektierenden Fläche dahinter prallt mehr Strahlungswärme direkt zurück in den Raum. Du spürst die Wärme früher – besonders in kleinen bis mittleren Räumen. Die Luft zirkuliert, Oberflächen werden wärmer, und der Raum erreicht dieses gmiatliche Niveau mit weniger vergeudeter Energie.
Du bekommst ned „mehr“ Wärme. Du bekommst sie dort, wo du wohnst.
Das hat auch einen stillen psychologischen Effekt: Wenn’s schneller warm wird, stellt man den Thermostat weniger oft „vorsichtshalber“ höher. Du schaltest später ein, früher aus oder lässt ihn einfach um ein Stuferl niedriger. Über den Winter kann das mehr ausmachen, als man glaubt.
Damit wird der Tipp mehr als nur ein Oma-Trick. Er gehört zu einer wachsenden Sammlung von Mini-Maßnahmen gegen hohe Energiepreise und kältere Winter: Zugluftstopper, dickere Vorhänge, smarte Thermostate – und ja, unglamouröse Alufolie hinter alten Heizkörpern.
Eine kleine Geste, millionenfach wiederholt, verschiebt leise die Nadel.
| Kernpunkt | Detail | Nutzen für dich |
|---|---|---|
| Reflektiert Strahlungswärme | Folie wirft Infrarotstrahlung zurück in den Raum statt in die Wand | Wärmerer Raum bei gleicher Heizleistung |
| Günstig, DIY-tauglich | Braucht nur Haushaltsfolie, Klebeband und evtl. Karton | Sofortiges Sparpotenzial ohne Profi-Arbeit |
| Am besten bei Außenwänden | Reduziert Wärmeverlust über schlecht gedämmte Außenwände | Hilft, Kosten zu senken und Energie zu verschwenden weniger |
FAQ:
- Funktioniert normale Küchen-Alufolie hinter Heizkörpern wirklich?
Ja. Normale Küchen-Alufolie reflektiert Strahlungswärme. Spezielle Reflexionspaneele sind haltbarer und leichter zu montieren, aber Folie auf Karton bringt oft schon einen spürbaren Effekt.- Welche Seite der Alufolie soll zum Heizkörper zeigen?
Die glänzende Seite soll zum Heizkörper zeigen. Die reflektiert mehr Infrarotstrahlung zurück in den Raum.- Kann das gefährlich sein, wenn man Folie hinter den Heizkörper gibt?
Wenn du sie von Ventilen, Leitungen/Verkabelung fernhältst und keine Öffnungen abdeckst, ist das im Normalfall sicher. Heizkörper erreichen üblicherweise keine Temperaturen, bei denen Alufolie schmilzt oder Feuer fängt.- Funktioniert der Trick bei allen Heizkörpertypen?
Am wirksamsten ist er bei wandmontierten Heizkörpern an Außenwänden. Bei Fußbodenheizung oder Konvektoren, die in Möbel eingebaut sind, ist der Gewinn kleiner oder kaum merkbar.- Wie viel Geld kann ich mit Heizkörperfolie wirklich sparen?
Das hängt stark vom Haus ab, aber viele Haushalte sparen ein paar Prozent beim Heizenergieverbrauch – vor allem in älteren Gebäuden. Der größte Nutzen entsteht, wenn du den Tipp mit besserer Dämmung und guten Alltagsgewohnheiten kombinierst.
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